Der Palast wurde 1908 als Villa, genannt "Zwiebelpalast" (polnisch "Pałacyk Cebulowy"), von der Familie Dülfer erbaut. Später soll er Angehörige von NS-Funktionären beherbergt haben. In der Nachkriegszeit beherbergte er eine Schule, später das Hauptquartier der Barlinek-Pfadfindertruppe und Wohnungen. In den 1990er Jahren begann der Palast, der sich im Besitz der J.S.T. befand, zu verfallen. 2007 wurde er von Privatpersonen erworben, die ihm seinen alten Glanz zurückgaben. Es handelt sich um ein Gebäude im Stil einer klassizistischen Villa mit Neorenaissance-Elementen. Erbaut auf quadratischem Grundriss, eingeschossig, unterkellert, gedeckt mit einem gebrochenen Dach mit zwiebelförmigen Kuppeln an den Seiten, woher der Palast seinen Namen hat. Dem Eingang geht ein Säulenportikus voraus, der einen Balkon trägt. Die Fassaden weisen schöne architektonische Details auf: Gesimse, Pilastergliederungen und dekorative Fensterrahmen. Über dem Balkon erhebt sich ein interessanter, gewellter Giebel mit reichem Stuckdekor und einer Kartusche. Der Palast ist von alten Bäumen einer unbestimmten Fläche umgeben, die sanft in einen Hain übergehen, der sich östlich der Stadt erstreckt. Der Palast befindet sich im östlichen Teil der Stadt, ul. Strzelecka 23.
Baron von Klitzing erwarb das Schloss höchstwahrscheinlich um 1920 für seine ältere Schwester Käthe zu Rantzau (Katharina Ursula von Klitzing), die nach dem Tod ihres Mannes (Baron Ernst Christian Detlev zu Rantzau) mit ihrer Tochter hierher zog. Die Baronin war eine sehr angesehene und beliebte Persönlichkeit in der Stadt, und wenn sie durch die Straßen ging, verbeugten sich die Bewohner von Berlinchen vor ihr und grüßten sie. 1920 beschloss Klitzing, den gesamten Hügel, auf dem das Schloss stand, und den dahinter liegenden Klinkenberg zu kaufen. Damals tauchte der bis dahin unbekannte Name des Schlosses auf: „Klitzingschen Villa“, der in einem handschriftlichen Dokument des Barons an die Stadtverwaltung erwähnt wurde. Ein weiterer Name, der auf alten Postkarten zu finden ist, ist „Villa am Seeufer“. Der Vorname des Schlosses: „Villa Dülfer“ leitet sich vom Nachnamen seines Erbauers und ersten Besitzers Martin Dülfer ab, der als Wegbereiter der Jugendstilarchitektur in Deutschland galt und zu ihren bedeutendsten Vertretern zählt.